Munikh-Damaskus - Münchner Kammerspiele - Glause

Munikh-Damaskus – Münchner Kammerspiele – Glause

 

An der Menterschwaige strömen die Menschen zum Freitagsgebet in die St. Margaretha Kirche. Auf der Auer Dult duftet es nach frischem Kumin und zum ersten Qahwa des Tages läuten die Glocken. An einer Straßenecke in Thalkirchen baut jemand seine Autobatterie aus, um im Internet die neuesten iPhones bestaunen zu können. Und schon wieder kommen Pendler zu spät zur Arbeit, weil die Kontrollen an den Checkpoints Richtung Zentrum immer länger dauern.

Moment, wo sind wir?

In München wie in Damaskus sind Menschen auf der Suche nach Glück, sie verlieben und verlaufen sich in der verwinkelten Altstadt. Beiden Orten sind unzählige Geschichten eingeschrieben – manche davon sind uralt und allen bekannt, andere sind noch neu und ganz persönlich.

Seit 2015 erklären die Kammerspiele sich selbst und damit die teuersten Quadratmeter Münchens zum Arbeits- und Auftrittsort internationaler Kulturen. Jetzt entsteht ein neues Kapitel jenseit der Altstadt, diesmal geht es ins Münchner Umland: Wie ein Pop-Up-Theater schlägt das Open Border Ensemble auf Marktplätzen und vor Gemeindezentren in der Münchner Umgebung seine Bühne auf und lädt das Publikum ein, die gewohnten Perspektiven ein wenig zu verschieben.

In Miunikh-Damaskus (Geschichten einer Stadt) verschmelzen die Erinnerungen zweier Städte und deren Gegenwart zu einer möglichen grenzenlosen Stadt. In ihr werden die Grenzen zwischen eigen und fremd, nah und fern, Orient und Okzident zum Einsturz gebracht. Los geht’s auf eine Reise an die Grenzen unseres Vorstellungsvermögens.

 

Premiere: 04.05.2018

 

Mit May Al Hares, Maja Beckmann, Majd Fedda, Kinan Hmeidan, Kamel Najma

Inszenierung: Jessica Glause

Bühne: Florian Stirnemann

Kostüme: Mai Gogisvili

Musik: Benedikt Brachtel

Dramaturgie: Johanna-Yassira Kluhs

Produktionsleitung: Julia Zehl

Künstlerische Leitung und Koordination Open Border Ensemble: Krystel Khoury