Emilia Galotti / Vorarlberger Landestheater Bregenz

Regie: Sigrid Herzog

Bühnenbild: Simone Grieshaber

Photograph: Franz Meiller

Kostümbild: Bettina Werner

Komposition: Benedikt Brachtel

Dramaturgie: Dirk Diekmann

Regieassistenz: Deike Wilhelm

Inspizienz: Eva Lorünser

Lichtgestaltung: Arndt Rössler

Tontechnik: Andreas Niedzwetzki

 

Emilia Galotti: Morgane Ferru

Odoardo Galotti, Vater von Emilia Galotti: Marcus Calvin

Claudia Galotti, Mutter von Emilia Galotti: Isabel Hindersin

Hettore Gonzaga, Prinz von Guastalla: Moritz von Treuenfels

Marinelli, Kammerherr des Prinzen: Michael Stange

Graf Appiani: Bastian Beyer

Gräfin Orsina: Laura Mitzkus

(Text: Dirk Diekmann, Chefdramaturg Vorarlberger Landestheater Bregenz)

Die gutbehütete Emilia Galotti soll sich mit dem Grafen Appiani verheiraten, was den Wünschen der bürgerlichen Eltern durchaus entgegen kommt. Allerdings ist die Schönheit der Tochter nicht unbemerkt geblieben. Der Prinz von Gustalla will Emilia im wahrsten Sinne des Wortes „in seinen Besitz bringen“ und beauftragt den Marchese Marinelli, die  Hochzeitskutsche zu überfallen, dabei stirbt der Graf. Die Intrige des Marchese beinhaltet, dass Emilia scheinbar gerettet und in ein nahe gelegenes Lustschloss gebracht wird. Emilia erkennt die Zusammenhänge nicht, aber ihre Mutter konfrontiert den Intriganten Marinelli mit ihren Vermutungen über seine Machenschaften. Doch Marinellis Fertigkeiten sind mit dem Überfall noch lange nicht ausgereizt und er setzt alles daran, eine Aufklärung zu verhindern. Aber auch der Vater hat seinen liebenden  Besitzanspruch an die Tochter und sinnt zunächst auf Rache für den Mord an Appiani. Am Ende, als aber seine Tochter, die sich bereits in den Händen des allmächtigen Prinzen sieht, sich das Leben nehmen will, um ihre Ehre zu bewahren, nimmt er ihr diesen Selbstmord ab und tötet sie, um sich danach der Gerichtsbarkeit auszuliefern.

Lessing stellt in diesem bürgerlichen Trauerspiel, die ererbte Allmacht des Adels dem Empfinden den Plänen der bürglerlichen Existenz gegenüber, die den Anspruch hat, dass es ihren Kindern dereinst besser gehen mag.

 

Rezension aus dem Standard