Das war auf einer Lichtung da sie zum ersten mal Geld dafür nahm / Kammerspiele München

Regie: Malte Jelden
Komposition & Arrangement: Benedikt Brachtel
Bühne: Jil Bertermann
Kostüme: Bettina Werner
Licht: Rainer Casper
Dramaturgie: Friederike Weidner
Mit: Bastian Beyer, Konstantin Bez, Anna Drexler, Barbara Dussler, Morgane Ferru, Clara Heldmann, Lorna Ishema, Frederik Schmid, Nicolaas Van Diepen, Lukas von der Lühe, Moritz von Treuenfels
Werkraum der Münchner Kammerspiele
Premiere am 17. Januar 2013
  • Eingeladen zu den Bayerischen Theatertagen in Nürnberg 2013
  • Förderpreis für Schauspielstudierende 2013 im Rahmen des 24. Theatertreffens deutschsprachiger Schauspielstudierender an der UdK Berlin, dotiert mit 5000€
  • Günther-Rühle-Preis 2014 der Stadt Bensheim, dotiert mit 3000€
Bei Ödön von Horváth liest man von jungen Frauen, die ihren Körper für Geld, eine Autofahrt oder ein Wiener Schnitzel verkaufen. Die Begegnungen der Protagonisten sind Verhandlungen, in denen austariert wird, wer sich die Beziehung mehr kosten lässt, wer mehr zu bieten hat, wer wem etwas schuldig ist.

In Bret Easton Ellis’ Roman „Einfach unwiderstehlich“ von 1987 haben die Beziehungen zwischen den College-Studenten einen ähnlich geschäftlichen Charakter. Aber die Mechanismen auf dem „Markt der Verführung“ haben sich weiter entwickelt: die Geschäfte kommen völlig ohne Gegenwert aus, der eigene Körper wird gegen den Körper des anderen getauscht. Das Gegenüber dient nur noch als Projektionsfläche für einen erneuten Versuch, ein echtes Gefühl zu verspüren.